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"Kunst ist nicht Luxus, sondern Notwendigkeit." Lyonel Feininger
(1871-1956)
Öffnungszeiten
Galerie Gegenwart:
Während Ausstellungen
Mi. + Do. 15 - 19 h
Fr. + Sa. 10 - 14 h
und nach Vereinbarung.
Die Galerie ist bis 17. Juli 2010 geschlossen.
Vorschau: Dieter Finke
Juli / August 2010

Dieter Finke wurde 1939 in Berlin geboren und studierte in der Bildhauerklasse von Paul Dierkes und später bei Renée Sintenis an der Hochschule der Künste Berlin. Nach einigen Jahren Aufenthalt in New York, u.a. bei Gordon Matta-Clark, lebt Finke wieder im - westlichen - Teil Berlins.
Das Werk von Dieter Finke steht in der Tradition der Tierplastik und -skulptur, die im 19. und 20. Jahrhundert mit August Gaul, Renée Sintenis und später mit Ewald Mataré und Joseph Beuys ihren Höhepunkt erreichte.
Nach den Anfangsjahren, in denen sich Finke hauptsächlich der Tierplastik widmete, verfolgte er in den 1960er und 1970er Jahren mit den abstrakten, mitunter organisch anmutenden Holzobjekten und den aus farbigem, teilweise bemaltem Acrylglas hergestellten Wandobjekten ungegenständliche Interessen. In den späten 1970er Jahren kehrte er nach und nach zu seinem Leitmotiv, der Tierdarstellung zurück. Neben der Bildhauerei sind von Anfang an Malerei und Zeichnung wichtige Ausdrucksmedien. Finkes Erfahrungen mit abstrakter Skulptur bleiben in seinen Arbeiten und vor allem in seinem Umgang mit Raum bis heute spürbar.
Finkes Tiere und andere Naturdarstellungen sind formal stark vereinfacht bzw. abstrahiert und auf wenige charakteristische Merkmale reduziert. Die Körper werden zerlegt und wieder zusammengesetzt, die Konstruktion bleibt sichtbar. In der Materialwahl, in der formalen Ausführung und in den fragil anmutenden Präsentationen gelingt es ihm, die Brüchigkeit des Verhältnisses zwischen Tier und Mensch zu spiegeln.
